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Über wenige Schritte in den SAP-Transaktionen SE80 und SOAMANAGER.

Lesedauer: 12 Minuten
Für SAP-Entwickler, Administratoren und Berater

Möchte man externen Systemen Zugriff auf SAP-Funktionsbausteine geben, bieten sich dafür verschiedene Wege an. Eher konventionell ist der Weg über die RFC-Schnittstelle. Für diese bietet SAP native Bibliotheken auf verschiedenen Plattformen an, die dann wiederum von sprachabhängigen Bibliotheken z.B. für Java aufgerufen werden können. Leider sind diese Bibliotheken nicht für alle Plattformen und Programmiersprachen vorhanden. So muss beispielsweise der Zugriff mittels mobiler Geräte oder Browser über eine serverseitige Zwischenkomponente stattfinden.

SAP Webservices veröffentlichen

Abhilfe schafft dabei die Veröffentlichung von SAP-Funktionsbausteinen als Web-Service. Da diese auf HTTP basieren, können diese von nahezu jeder netzwerkfähigen Anwendung aufgerufen werden. Ein weiterer Vorteil ist die komfortablere Integration der Web-Services in bestehende heterogene serviceorientieren Systemlandschaften, in denen gegenwärtig die Kommunikation zum großen Teil über Web-Services stattfindet.

Diese technische Anleitung soll aufzeigen, wie einfach und komfortabel SAP mit seinen Tools die Bereitstellung von Funktionsbausteinen als SOAP-Web-Service ermöglicht. In erster Linie geht es hier darum, beispielhaft den üblichen Weg zu beschreiben, ohne dabei auf die doch recht vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten in den einzelnen Schritten einzugehen.

So funktioniert es

Die Definition des Web-Service findet im Object Explorer statt. Dieser kann über die Transaktion SE80 geöffnet werden. Nach Auswahl eines Zielpakets im Repository Browser kann über das Kontextmenü „Anlegen > Enterprise Service“ der Wizard zur Erstellung des Web-Service gestartet werden.

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Als Objekttyp wird Service-Provider ausgewählt.

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Der Typ des Service-Providers ist ein „Vorhandenes ABAP-Objekt“. Diese Art von Veröffentlichung wird auch als „Inside Out“ bezeichnet.

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Nach Auswahl des Service-Providers muss ein Name (Service-Definition) sowie eine Beschreibung angegeben werden.

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Im konkreten Beispiel wird als Endpunkttyp „Funktionsbaustein“ ausgewählt.

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In diesem Schritt findet die Auswahl des zu veröffentlichenden Funktionsbausteins statt.

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Abhängig von den jeweiligen Sicherheitsanforderungen muss hier das benötigte Sicherheitsprofil ausgewählt werden.

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In diesem Schritt wird das Entwicklungspaket ausgewählt, dem der neue Enterprise Service zugeordnet wird.

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Nun sind alle Schritte zur Erstellung des Web-Service vollzogen und der Wizard kann über „Fertigstellen“ abgeschlossen werden.

Der Service befindet sich nun in dem ausgewählten Paket und kann in der Menüleiste über einen existierenden oder neuen Workbench-Auftrag aktiviert werden.

Nach der Aktivierung benötigt der Web-Service zur endgültigen Nutzung noch eine Laufzeitfreigabe. Diese wird im SOA-Manager konfiguriert. Dieser ist über die SAP- Transaktion „SOAMANAGER“ erreichbar.

Nach der Auswahl „Web-Service-Konfiguration“ kann über eine Suche nach dem Objekttyp „Service-Definition“ und dem entsprechendem Objektnamen der zu konfigurierende Service ausgewählt werden.

Durch Auswahl des Service öffnet sich der Wizard zur Konfiguration der Web-Service- Freigabe über die Schaltfläche „Service anlegen“.

Im Wizard zur Konfiguration der Freigabe, der aus vier Schritten besteht, werden SOAP- relevante Einstellungen wie z.B. zum Thema Sicherheit vorgenommen.

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Zu Beginn erfolgt die Eingabe des Servicenamen und der Name des Binding (im Regelfall mit dem Suffix „_binding“).

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In diesem Schritt kann die Option „Benutzer-ID und Kennwort“ im Bereich Authentifizierung auf Transportebene ausgewählt werden.

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In den Einstellungen zum SOAP-Protokoll sind in der Regel keine Anpassungen notwendig.

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Zum Abschluss des Wizards wird die freigegebene Operation angezeigt.

Das Ergebnis des Wizards ist in der Liste der Konfiguration zu sehen. Dort kann der Service später deaktiviert, bearbeitet und gelöscht werden.

Damit Anwendungen auf den Web-Service zugreifen können, benötigen sie nun nur die URL der WSDL des Web-Service. Diese Informationen können über das entsprechende Symbol im Binding-Eintrag in der Liste angezeigt werden.


Kai Wersich

...ist Head of Product Development bei der commsult AG und verantwortet die technische Entwicklung der Ontego Software Plattform.

kai.wersich@commsult.de